Convivo Unternehmensgruppe

Auf der Suche nach der Unterstützung der Zukunft

Aus den Rubriken Veranstaltung und Wohnparks von Jan Falk.

Die Bremer Laborwohnung BAALL vom deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz präsentiert den aktuellen Forschungsstand zu alltagstauglichen Assistenzlösungen für ein selbstbestimmtes Leben. Wir haben sie vor Ort besucht.


Der Begriff des Ambient Assisted Living, der zu deutsch etwa mit alltagstauglichen Assistenzlösungen übersetzt werden kann, ist aktuell in aller Munde. Ambient Assisted Living unterstützt ältere Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags mit technischen Systemen. Insbesondere bei der Planung für unsere innovativen Wohnformen der Zukunft spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle. Dafür haben wir mit einigen Kolleg*innen den Kontakt zur benachbarten Universität Bremen aufgebaut. Serge Autexier, der Leiter des Bremer Ambient Assisted Living Lab (BAALL), gab uns einen ersten Eindruck über den aktuellen Forschungsstand in diesem Bereich. Schwerpunktmäßig handelt es sich beim BAALL um eine vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) geförderte Laborwohnung. In der insgesamt 60m² großen Wohnung werden verschiedene interdisziplinäre Forschungsergebnisse vorgestellt, wie beispielsweise ein intelligenter Kleiderschrank, der mit Hilfe von Sprach- oder Bewegungssensoren gesteuert werden und Kleidungsvorschläge passend zur Wettervorhersage machen kann.

Unterstützung als Entlastung

Für unsere Wohnformen der Zukunft bieten sich Assistenzsysteme auf Basis künstlicher Intelligenz an, um Mitarbeiter*innen zu entlasten und Mieter*innen unserer Service-Wohnungen ein hohes Maß an Sicherheit und Lebensstandard anbieten zu können. Der angesprochene intelligente Kleiderschrank ist dabei nur ein Teil der im BAALL präsentierten Forschungen. Auch Beleuchtungssysteme und Türen lassen sich über Gestenerkennung steuern, das Fernsehprogramm über die Ablage von Scheckkarten mit Senderlogo auf dem Nachttisch ändern oder mit dem intelligenten Rollstuhl oder Rollator unsere Mieter*innen im Hause navigieren. Alle Technologien sind dabei direkt auf den Menschen eingestellt. Das wird beispielsweise bei dem intelligenten Badezimmer deutlich, bei dem sich der Spiegel und das Waschbecken durch Gesichtserkennung an die Größe unserer Mieter*innen anpasst. Insbesondere für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, eine sehr interessante Möglichkeit.

Serge Autexier (2.v.l.) mit Kolleg*innen aus der Unternehmenszentrale in der BAALL-Laborwohnung.

Kooperation mit dem BAALL denkbar

Um den neuesten Stand der Forschung auch in unsere innovativen Wohnformen der Zukunft berücksichtigen zu können, ist eine Kooperation mit dem BAALL denkbar. Dafür waren Serge Autexier und Christoph Lüth vom DFKI zwei Wochen später bei uns in der Unternehmenszentrale zu Gast. Gemeinsam wurden erste Ideen für ein Pilot-Projekt entwickelt. Wir hoffen auf eine positive Weiterentwicklung der Kooperation, um für unsere Kolleg*innen im Pflegebereich weitere Entlastung schaffen zu können.

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Über den Autor Jan Falk

Jan Falk

Jan Falk ist Projektmanager im jungen Team unseres Projektmanagements. Zusammen kümmert sich das Team darum, neue Pflegeprojekte zu planen oder bei bestehenden Projekten zu unterstützen.

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