Kompetenz und Pflege

Das inmu-Touch Klangkissen

Von Sabine Greulich  /  5. Mai 2021


Zwischenbericht des Pilotprojektes

Drei Convivo Einrichtungen testen als Pilotprojekt gerade das inmu-Touch Klangkissen in Deutschland.

„Endlich mal ein Thema außerhalb von Corona, das direkt mit unseren Bewohner:innen zu tun hat“. Das war die Antwort von Mitarbeiter:innen im Convivo-Park Hoykenkamp -Tagespflege, im Seniorenhaus Rockwinkeler Park und in der Seniorenresidenz Rethen auf die Frage, ob sie den Einsatz des inmutouch-Klangkissen im Rahmen der Altenhilfe in ihren Einrichtungen testen würden. Sie sind damit die einzigen drei Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland. Die Anwendung des inmu-Touch wird im europäischen Ausland außerdem in Dänemark und Schweden getestet.

Einige mögliche Ziele und Einsatzgebiete , welche sowohl für das Pflegepersonal als auch die Bewohner:innen von Nutzen sein können:

  • zum Abbau von Stress und Frustrationen
  • um Pflegesituationen & -routinen angenehmer gestalten durch Vermeidung von Konflikten und Gewalt
  • als würdevoller Alltagsbegleiter. Es ermöglicht kognitive Fähigkeiten zu wecken als auch wach zu halten. Dabei spendet es Ruhe, hilft beim Abbau von Frust und fördert Freude.
  • zur Stärkung einer non-verbale Kommunikation
  • zur Senkung von Unruhe bei Menschen mit Demenz und Reduktion von sedierenden Medikamenten
  • zum Abbau von Schlafstörungen und Reduktion von Schlafmitteln (Empfehlung: inmuRELAX)
  • in der Bewegungstherapie, Musiktherapie (Empfehlung: inmuDANCE)
  • um Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu stärken

Die Mitarbeiter:innen aus Pflege und Betreuung in unseren Einrichtungen haben sich im Februar freiwillig für dieses Pilotprojekt  entschieden und werden von der Entwicklerin, Toni Marquard und Teampartnerin Charlotte Munk nun im Projektzeitraum von 12 Wochen mit Schulungen und Rat und Tat begleitet. Die Schulungen finden online statt.

Im letzten Jahr habe ich schon einmal einen Artikel zu den Chancen und Grenzen der Anwendung geschrieben. Lest den Artikel gerne hier.

Als ich zu Testzwecken das inmu-Touch zuhause hatte, konnte ich mich von der entspannenden Wirkung selbst überzeugen. Die sphärisch schwingende Musik, die Entwicklerin nennt sie „Sternenstaub“(ein Mitarbeiter erfand kurzerhand den Begriff „Engelregen“), in Verbindung mit sanfter Vibration und einem weichen Bezug lässt einen das inmu gerne auf dem Schoß oder auf der Brust halten, oder einfach unter den Arm klemmen.

Genau diese Erfahrungen machten unsere Mitarbeiter:innen in der 14tägigen Kennenlernphase auch. Sie durften das inmu mit nach Hause nehmen und eigene Erfahrungen damit machen. Die persönlichen Erfahrungen waren insgesamt sehr vielfältig und nicht für jeden war es in der häuslichen Situation oder auch beim einschlafen angenehm.

Manche von uns brauchen Zuhause eher die Natur oder körperliche Arbeit, um einen Ausgleich zu finden.

In den kommenden Wochen geht es nun darum, das inmu-Touch bei unseren Bewohner:innen, Gäst:innen und Klient:innen bekannt zu machen. Dabei ist den Entwicklerinnen wichtig, das inmu zu präsentieren, wenn Menschen im Gleichgewicht sind. Ergänzend wünschen sie sich Geduld in der Anwendung und dem Beziehungsaufbau. So kann das inmu zu einem Anker für schwierigere Pflegesituationen (Transfer, Lagern…usw.) oder emotional aufgewühlte Situationen werden. Das inmu zu halten, die Vibration zu fühlen und die Klänge zu hören, kann Sicherheit und Orientierung geben und dem/der Bewohner:in Geborgenheit bieten.


Schaue dir gerne hier ein kurzes Youtube-Video zur Wirkung des Kissens an.

Das Video ist in Dänischer Sprache mit deutschen Untertiteln: Annelise hat ihre Sprache verloren und schläft den größten Teil des Tages in ihrem Rollstuhl. Mit dem inmu-RELAX als gemeinsame Dritte gelingt es dem Personal, Augenkontakt und Lächeln bei Annelise hervorzubringen.


inmu-touch Klangkissen Menschen mit Demenz
Sabine Greulich

Sabine Greulich

Sabine Greulich unterstützt seit 20 Jahren demente Menschen, Angehörigen und Pflegende dabei, auch mit Demenz Lebensqualität, Wertschätzung und Freude im Miteinander zu finden. Ihr berufliches Motto: „Demenz ist tragisch – aber nicht nur“.

Mehr zum Thema