Convivo Unternehmensgruppe

Kinaesthetics zum Mitnehmen

Aus den Rubriken Kompetenz, Pflege und Work/Life von Janis Lüers.

Kinaesthetics ist die Kunst und Wissenschaft der Bewe­gungswahr­nehmung und um euch das Thema anschaulicher zu machen, haben unsere Trainer*innen Postkarten entwickelt.


Unsere Kolleg*innen in der Pflege versorgen die Bewohner*innen in unseren Einrichtungen tagtäglich. Mit Kinaesthetics-Kursen erlernen unsere Teilnehmer*innen die erweiterte Bewegungskompetenz zur Verringerung der persönlichen körperlichen Belastung (wir berichteten: Leben ist Bewegen, Kinaesthetics in unserer Unternehmensgruppe).  Um euch das Thema Kinaesthetics zu  veranschaulichen, haben unsere Trainer*innen auf eure Anregung Postkartenmotive entwickelt, die wir bereits in unseren Einrichtungen verteilen und euch hiermit vorstellen möchten.

Motiv "Hebst du noch?"

O-Töne der Teilnehmer*innen eines Kinaesthetics-Grundkurses:

  • Tanja: Weniger ist mehr - weniger unterstützen beim Transfer oder den Toilettengängen – fördert die Eigeninitiative.
  • Marina: Es braucht manchmal nur ganz wenig um mit einem Bewohner in Bewegung zu kommen.
  • Nathalie: Andere Bewegungsmöglichkeiten ausprobieren. Rhythmus anpassen. Gute Achtsamkeit auf andere aber auch auf mich selbst.

Motiv "Ich habe keine Zeit!"

O-Töne der Teilnehmer*innen eines Kinaesthetics-Grundkurses

  • Karl-Heinz: Bevor man ein Zimmer betritt, erst einmal auf mich selber schauen wie man sich fühlt. Wer mit Stress in eine Pflegesituation geht, gibt das an den Bewohner weiter.
  • Jaqueline: Bewohner*innen mehr Zeit geben und nicht den Bewegungs­ablauf vorgeben.
  • Matthias: Sich auf „neues“ einlassen. Bereitschaft des eigenen Ichs, um vom „alten“ weg kommen. Zeit neu definieren.
  • Marina: Sich nicht unter Druck setzen, nicht zu sehr auf die Zeit achten, versuchen sich Zeit für den Bewohner zu nehmen.

Motiv "1, 2, 3: Aufstehen!"

O-Töne der Teilnehmer*innen eines Kinaesthetics-Grundkurses:

  • Hildegard: „Eigene Spannung versucht zurück zunehmen. Bewusster auf die Körpersprache geachtet und nicht sofort versucht zu helfen, sondern zu unterstützen.“
  • Marina: „ Der Bewohner kann nicht gut aufstehen, wenn er z. B. zu nah am Tisch oder am Waschbecken sitzt.“
  • Jasic:“ Ich lerne wie ich mit schweren Patienten arbeite und langsam aufstehen kann.“
  • Jaqueline: “Eigenbewegung gefördert. Den Bewohner*innen mehr Zeit gegeben, nicht den Bewegungsablauf vorgegeben. Den Bewohner*innen mit kleiner Unterstützung an die Bettkante mobilisiert.“

Motiv "Ich bin fertig"

O-Töne der Teilnehmer*innen eines Kinaesthetics-Grundkurses:

  • Nathalie: „ Aus der Berufsblindheit ausbrechen.“
  • Annemarie: „Die Ressourcen der Bewohner*innen mehr genutzt. Mich entschleunigt und ruhiger geblieben. Es ist wichtig, dass auch Leitungskräfte das Konzept kennen.“
  • Petra: „Ich hab auf mich selber geachtet.“
  • Johanna: „Ich habe gelernt auch auf mich und meine Bedürfnisse zu hören.“

Motiv "Ich lagermal eben"

O-Töne der Teilnehmer*innen eines Kinaesthetics-Grundkurses:

  • Meike: „Durch die Eigenerfahrung und bessere Kenntnisse der Abgabe von Gewicht, Bewohner*innen besser positioniert. Die Bewohner*innen wirkten entspannter und schliefen fest (sichtbar) und auch durch.“
  • Carsten: „Meine Aufmerksamkeit hat sich erhöht: Wie werden die Bewohner*innen gelagert, wie transferiert, wie behandelt… „
  • Mathi: „Beim Positionswechsel, nach dem Wohlbefinden des Patienten nachgefragt und nach deren Wunsche gehandelt.“
  • Karl-Heinz: „Hilfe zur Positionierung von Bewohner*innen. Erlernte Handlungsmuster können durch Angst zur Bewegungseinschränkung werden. Gewicht abgeben anstatt zu tragen. Lieber kleine Bewegungsschritte anstatt große Massen zu bewegen.“

 

Für den Inhalt der Postkarten sind unsere Kinaesthetics Trainerinnen der Convivo Unternehmsgruppe verantwortlich.
Mona Jenkins, Gabriella Zaczall und Marianne Teagle-Jahnke

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