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Neuen Alltag erschaffen und Bewährtes erhalten – wie ist es uns bis jetzt gelungen?

Aus den Rubriken Kompetenz, Pflege und Work/Life von Michaela Pawlowski.

Wir ziehen eine Zwischenbilanz: Was ist uns ganz gut oder sogar sehr gut gelungen und wie haben wir es geschafft, dem anfänglichen Chaos eine neue Ordnung abzugewinnen?


Seit Beginn der Pandemie sind inzwischen fünf Monate vergangen. Aus anfänglichem Stolpern durch das Wirrwarr (Kontaktsperren, Informationsflut, Hygienemaßnahmen, eigene Verunsicherungen durch drastisch veränderte Arbeits- und Lebensbedingungen) ist nun so etwas wie ein neuer „normaler“ Alltag geworden.

Damit ist jetzt eine gute Zeit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen und zu fragen: Was ist uns ganz gut oder sogar sehr gut gelungen? Wie, auf welche Weise und womit haben wir es geschafft, dem anfänglichen Chaos eine neue Ordnung abzugewinnen:

 

  • Wir Menschen leisten Außergewöhnliches, wenn die Bedingungen außergewöhnlich sind.

     

  • Die soziale Gemeinschaft, in der wir leben/arbeiten, gibt einerseits große Sicherheit und Rückhalt. Auf der anderen Seite fordert die Aufrechterhaltung eines respektvollen Umgangs miteinander mehr und mehr Kraft. Das Wieder-Aufeinander-Zugehen nach jetzt schneller und heftiger auftretenden Konflikten verlangt sowohl Mut als auch Milde. Wir brauchen Toleranz für uns selbst sowie das Gegenüber. Auf Basis dessen lernen wir, (Wieder-)Annäherung zu erreichen.

     

  • Jede/r Einzelne von uns ist gerade jetzt aufgefordert, die Eigenwahrnehmung zu stärken und körperliche oder psychische Belastungszeichen bei sich selbst frühzeitiger wahrzunehmen. Es sei hier noch einmal deutlich formuliert: derart außergewöhnliche, nie dagewesene Belastungen zeigen durchaus normale körperliche und auch gedankliche Reaktionen. Diese sind kein Anzeichen von Schwäche – sondern die Erinnerung daran, uns um uns selbst zu kümmern und uns nochmal mehr gegenseitig zu unterstützen.

 

  • Wir brauchen folglich einen fürsorglichen Umgang mit uns selbst auf Basis einer ehrlichen Selbstwahrnehmung. Sind die Anforderungen von außen besonders vielfältig und/oder wird spürbar, dass eine Belastungsgrenze erreicht oder überschritten ist, dann braucht es einfach eine Auszeit – und sei sie noch so klein. Hier macht es nicht die Quantität, sondern die Qualität. Jede/r von uns kann dann schauen, wo und auf welche Weise man für wenige Minuten wieder zu Atem kommen kann. Wir können uns auffordern, die Füße auf dem Boden zu spüren, den Blick in alle Richtungen schweifen zu lassen, einen Lieblingssong hören. Damit kann das überreizte zentrale Nervensystem diesen Moment als innere Ruhe empfinden. Falls dies nicht gelingt oder ausreicht, braucht es ein echtes Gegenüber, das zuhört, Anteil nimmt und das Gefühl von Rückhalt direkt erfahrbar macht.

     

  • Die auch weiterhin erforderliche Anpassung an sich stetig verändernde Bedingungen und Regelungen braucht nicht zuletzt Transparenz, offene Kommunikation und das Empfinden, in Strukturen Halt zu finden und gemeinsam nach passenden Lösungen suchen zu können. Auch hier ist Vertrauen die Basis: Vertrauen darauf, insgesamt die veränderte Situation auch weiterhin meistern zu können und ein wachsendes Vertrauen zueinander.

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