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Seelische Gesundheit #3: Das Gesicht

Aus der Rubrik von Michaela Pawlowski.

Grundsätzlich sind alle Bewegungen im Gesicht eine gute Aktivierungsübung für unser Gehirn. Mit den passenden Übungen kann ich sogar positiv auf das autonome Nervensystem einwirken, das in stressigen Situationen auf Angriff oder Flucht ausgerichtet ist. Die folgenden Übungen aktiveren den Parasympathikus, der unter anderem für körperliche Beruhigung zuständig ist.


1. AUGEN ROLLEN

  • Der Kopf und der Blick sind geradeaus gerichtet
  • Der Kopf bleibt wie er ist, nur die Augen bewegen sich nun
  • Schaue zuerst so weit wie möglich nach links und bleibe dort eine kleine Weile
  • Dann wandert der Blick so weit wie möglich nach rechts, der Kopf bleibt dabei gerade
  • Danach geht es wieder nach links usw.

Vielleicht wird beim zweiten oder dritten Rollen schon ein Impuls zum tiefen Einatmen spürbar. Möglicherweise musst du gähnen oder es fängt sogar dein Darm an Geräusche zu machen – das ist gut, denn das sind körperliche Entspannungszeichen.


2. MUND & ZUNGE BEWEGEN

  • Bewege aktiv den Unterkiefer - schiebe die Lippen hin und her, schneide Grimassen, Blase die Wangen auf und ziehe sie wieder nach innen...
  • Die Zunge kann im Mund herum rollen, von links nach rechts wandern und jeweils auf einer Seite eine kleine Weile ausharren

3. GÄHNEN

  • Fange an aktiv zu gähnen
  • Die Kiefergelenke werden gelockert, indem du langsam und weit den Mund öffnest und Luft in deinen Rachenraum strömen lässt

Oft hilft es, sich ein gähnendes Gegenüber vorzustellen, in der Regel stellt sich aber rasch ein eigener Impuls ein.

Diese Übungen wirken direkt im Hirnstamm, wo Atmung, Herzschlag und Blutdruck reguliert werden und stellen damit direkt vor Ort die Weichen für Entspannung und Beruhigung für das gesamte Körpersystem. Sehr gut wirken sie nach Schreck- oder Schocksituationen.


Quellen

  • Alles gut. Das kleine Überlebensbuch. Dr. med. Claudia Croos-Müller
  • Ausgewählte Übungen auch online: Body2Brain als kostenfreie App
  • Ergänzt um Übungen aus der Somatisch-emotionalen Traumatherapie SEI

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