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Seelische Gesundheit #4: Hände & Arme

Aus der Rubrik von Michaela Pawlowski.

Jede Bewegung der Hände – vor allem gegengleiche – fördert in besonderem Maße die Hirnaktivität. Es gibt spezielle Fingerübungen für Zwischendurch, die sehr einfach wirken, in der Ausführung allerdings viel Konzentration brauchen. Wenn wir uns zu solchen komplexen Bewegungen auffordern, werden alle anderen Gedanken, Sorgen oder Ängste gestoppt. Folglich können für diese kurzen Momente Körper, Verstand und Psyche zur Ruhe kommen.


1. HÄNDE

  • Halte beide Hände zu leichten Fäusten geformt nebeneinander vor dir auf Brusthöhe, Daumen liegen oben auf
  • Die rechte Hand hebt den Daumen nach oben
  • Die linke Hand streckt den kleinen Finger gerade ab
  • Dann wechseln:  Rechts zeigt der kleine Finger gerade nach außen,  der Daumen liegt wieder oben auf
  • Links hält den Daumen nach oben, kleiner Finger ist wieder angewinkelt in der Faust
  • Stets ist nur entweder der Daumen oder der kleine Finger gestreckt. Alle anderen Finger bleiben in der Fausthaltung

2. SCHWIMMEN

  • Lege beide Handflächen vor der Brust zusammen, wie beim Brustschwimmen
  • Strecke dann die Arme mit Schwung nach vorne aus und löse beide Handflächen
  • Drehe anschließend die Handflächen nach außen und ziehe beide Arme nach außen, so wie du dich beim Schwimmen durchs Wasser ziehen würdest
  • Lasse dann beide Arme wieder nach vorne zusammenkommen
  • Wiederhole dies ein paar Mal mit Schwung und dem Gefühl, als würdest du dich kraft- und schwungvoll durch die Luft ziehen können

3. SCHULTERWURF

Gegengleiche Bewegungen helfen auch dem Geist auf die Sprünge. Bewege abwechselnd mal den rechten und dann den linken Arm, als würdest du etwas mit ganz viel Schwung über deine Schulter hinter dich werfen.

Du kannst dir vorstellen, wie du das, was dich belastet mit der rechten Hand über die rechte Schulter wirfst – ganz weit hinter dich. Dann kommt der linke Arm und wirft die Last hinter die linke Schulter. Und immer abwechselnd weiter, bis ein Gefühl von „das ist mir jetzt gerade auch egal“ eintritt.

Hilft, sich innerlich zu distanzieren und auch, Erinnerungen für diesen Moment loszulassen.


4. ELLENBOGEN

  • Die Arme sind angewinkelt und stehen nach außen ein wenig ab
  • Die Hände sind leicht Richtung Taille ausgerichtet
  • Mache nun abwechselnd Kreise

Du kannst den Schweregrad steigern und mit dem linken Ellbogen Kreise nach vorne drehen und mit dem rechten Ellbogen nach hinten.

Hilft dabei, Belastendes gedanklich und emotional von uns abzuhalten.


Quellen

  • Alles gut. Das kleine Überlebensbuch. Dr. med. Claudia Croos-Müller
  • Ausgewählte Übungen auch online: Body2Brain als kostenfreie App
  • Ergänzt um Übungen aus der Somatisch-emotionalen Traumatherapie SEI

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